Neu ist hier unser Band-Tagebuch mit regelmässigen Einträgen, Episoden, Stories der Band-Mitglieder zu finden! Viel Spass!

 

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Beitrag von Céci: Delight und Roundabout acoustic im Cuphub Arbon (13. Februar 2010)

 

Ein weiteres Mal stand ein Auftritt im Cuphub in Arbon vor der Türe! Dort mit unseren Akustikbands zu spielen, bereitet mir immer viel Freude! Die Gastgeber empfangen einen freundlich, die Gäste sind gute Zuhörer und fleissig im Klatschen ;-) und der Raum verleiht den Stimmen tollen Hall, sodass wir diesen auf unserem Mischpult gar nicht künstlich hinzumischen müssen. So war die Vorfreude gross auf einen tollen Auftritt in der Ostschweiz.

Doch am Freitag dann begann das Schlamassel ;-(

 

Donnerstag Abend und ich befürchtete, dass ich mich - einmal mehr - erkältet habe (oder diese Erkältung gar nicht ganz los geworden bin, welche mich vor 3 Wochen schon eingeholt hatte). Glücklicherweise ging das Ganze (noch) nicht auf den Hals. Ich dachte mir, ich werde happige Solo-Songs sein lassen und auf Mirjs und Francescos Unterstützung hoffen.

 

 

Nun... es wurde Freitag und auch dieser Tag brachte nichts Gutes! Mirj musste mit Schmerzen im Brustkorb und Atemschwierigkeiten in den Notfall, hat sich irgendwas entzündet, was ihr das Atmen sozusagen unmöglich machte, vom Singen ganz zu Schweigen! Mirj also fiel aus! Was nun?? Absagen kam so kurzfristig natürlich nicht in Frage!

 

Kurzerhand erkundigte ich mich bei der Sängerin von Roundabout, der Band, die ich mit meinem Mann Bruno letzten Sommer gegründet hatte. Sie hatte Zeit und Lust einzuspringen. Man beachte, dass wir mit Roundabout unseren ersten richtigen Auftritt erst auf Mitte März geplant hatten und damit mit E-Gitarre, Bass und Schlagzeug jeweils spielen. Nun mussten mir mit akustischer Gitarre und drei Stimmen an die Säcke :). Glücklicherweise half Jonas mit Cajon und Djembe tatkräftig aus, ohne die Songs jemals mit uns gespielt zu haben.

Die Delight-Songs liefen gut, es gab keine Pannen! Francesco konnte nach seinem gut gelungenem Solo-Song zurücklehnen!
Roundabout startete, wenn auch möglicherweise etwas unsicher, so brachten wir Song für Song über die Bühne, freuten uns über die klatsch-freudigen Thurgauer in der Ecke und genossen den Applaus.

 

Alles in Allem ein gelungener Abend! Trotzdem hoffe ich, dass für Delight bald wieder gesündere Zeiten folgen und wir mit kompletter Band die Auftritte "bestreiten" dürfen!

Merci an Francesco für die Unterstützung, Jonas fürs Mittrommeln, Sabrina fürs spontane Einspringen, Gratulation an Bruno für den ersten Auftritt mit Gitarre inklusive Gesang und für Mirj gute, rasche Besserung!

 

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Beitrag von Francesco: Delight an der Acoustic Night Zürich (16. Januar 2010)

Acoustic Night Zürich, dies war offiziell mein zweites Konzert! Was für eine Kulisse, grossartig!

Aber gehen wir zurück zum Nachmittag. Nachdem ich meine Haushaltseinkäufe erledigt hatte, waren meine Gedanken nur noch bei der Acoustic Night. Natürlich freute ich mich sehr und war gespannt was dieser Abend bringen wird. Seltsamerweise war ich überhaupt nicht nervös, ausser dass ich Mirjam nicht schon wieder zu spät abholen wollte wie schon drei Tage vorher für die Hauptprobe.

Gross vorbereiten musste ich ja nichts, keine Instrumente stimmen, Zubehör einpacken oder so. Klar muss man die Stimme aufwärmen, aber das macht man vor Ort. Frisch geduscht und rasiert, schlüpfte ich in die vorgesehenen Kleider. Ein Blick auf die Uhr aber zeigte mir, dass ich die vereinbarte Zeit mit Mirjam schon wieder nicht einhalten konnte. Da nervte ich mich über mich selbst. Früher war ich öfters mal unpünktlich, nicht viel, doch hatte ich es seit geraumer Zeit im Griff. Mein neues und teures Mikrophon zusammen mit den Songtexten eingepackt, der benötigte Barhocker war im Kofferraum und schon fuhr ich los. Im Auto lief die CD mit „unseren Songs“, um die Texte im Gedächtnis zu festigen. Mirjam hatte ich schon angerufen dass es ca.10 Minuten später wurde, sie nahm es zum Glück gelassen. Noch immer machte sich keine Nervosität bemerkbar. Am Treffpunkt bei der Autobahnausfahrt Aarau West angekommen, erkannte ich fast Mirj’s Auto gar nicht, denn es war mittlerweile etwas eingeschneit. Kurz begrüsst und schon fuhren wir Richtung Zürich. Ich beruhigte Mirj, dass wir pünktlich zum Soundcheck um 16.30 eintreffen werden (es war ca. 15.50 Uhr) und dabei die Verkehrsregeln respektieren. Auf der Fahrt hat man immer genügend Zeit ruhig zu quatschen, denn nach den Proben wird’s manchmal spät um Tiefgründigeres zu bereden. Ja diese hektische Zeit... obwohl, viel Hektisches brockt man sich selber ein… wie ich, wenn man unpünktlich ist…

 

Eine halbe Stunde später: Törööö!! Wir waren fünf Minuten vorher da! Ich hätte mein breites Grinsen selber sehen wollen. Cécile und Bruno waren auch schon da und das Auto von Jonas hatten wir auch schon entdeckt. Nur das Auto, er war wohl noch in eine gemütliche Beiz was trinken. Ich bemusterte das Industriequartier. Kurz darauf öffnete sich die Lifttüre bei der Rampe und Marcel, der Eventmanager, begrüsste uns. Da tauchte auch schon Jonas auf. Wir brachten unsere Sachen mit dem Lift in den -3. Stock. Unten angekommen und die schallschutzisolierte Türe geöffnet, offenbarte sich eine andere Welt. Ich war von dieser unfunktionierten Tiefgarage überwältigt. Es war so liebevoll und kreativ eingerichtet. Alles passte zueinander und sah überhaupt nicht billig aus. Das Beste neben den antiken Möbeln aber, waren die unzähligen Instrumente die dort ausgestellt waren. Ich glaube nicht, dass die Zuschauer das ganze Ausmass mitgekriegt haben. Uralte, seltene Musikinstrumente waren in Reih und Glied ausgestellt. Die meisten von denen habe ich natürlich noch nie gesehen und bestimmt haben die unaussprechliche Namen. Ich war wie gesagt so überwältigt, man hätte den ganzen Abend verbringen können, um die Instrumente und deren Geschichte zu besprechen. Ehrfurcht, aber auch Stolz kam in mir hoch, in einer solch heiligen Musik-Liebhaber-Kultstätte auftreten zu dürfen. Ich schwebte immer noch in meinem Gefühl, da holten mich meine Kollegen wieder ins „Jetzt“. Soundcheck war angesagt! Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung davon, wo was in welchen Verstärker eingesteckt wird. Hm, muss es mir peinlich sein? Nun, es ist halt so. Ich bin ja noch am lernen. Am Anfang spielte uns die Technik einen Streich um den anderen. Mal schien alles in Ordnung und dann funktionierte wieder eine Boxe nicht, dies ging etwa eine halbe Stunde so. Marcel’s Nerven machten dies nicht gerne mit, Bruno aber mit seiner ruhigen Art hatte alles im Griff und Jonas strahlte eh die innere Ruhe aus, als wäre er Buddha. Währenddessen trafen auch schon die Mitglieder der „anderen“ Bands ein. „Anderen“ weil Bruno und Jonas auch in der Besetzung von Scramble und Mellow waren.

 

Michel Wespi, der Aargauer Newcomer traf dann auch ein. Nachdem unsere Sachen alle so eingestellt waren wie’s sein musste, gingen die meisten von uns etwas essen. In der Nähe fanden wir eine gemütliche Pizzeria. Während dem Essen konnte ich so die anderen Bandmitglieder von Scramble kennen lernen. Es war sehr lustig und baute so eine lockere Stimmung auf, die ich nachher für den Auftritt mitnehmen wollte. Die feine Pizza Margherita hat gut getan. Eigentlich Esse ich gerne Pizza’s mit irgendwelchen Zutaten, da wir aber noch singen mussten, wollte ich mich nicht unnötig der Gefahr aussetzen mich zu übergeben J. Die Zeit verging wie im Flug und bald stand der Auftritt bevor. Trotz köstlicher Pizza und des guten Services, machte sich doch die Bedienung als wir zahlen wollten rar. Die nette Dame huschte nur so an uns vorbei und versprach immer wieder bald einkassieren zu wollen. Nach 10 Minuten, es waren aber gefühlte 20, packten Mirjam und ich unsere Jacken und machten uns beim Tresen auf die Suche der netten Dame. Die Scramble-Leute und deren Freunde blieben noch etwas. Auch dort huschte sie hin und her, schliesslich gelang es uns doch noch zu bezahlen. Schnell über die Strasse und schon waren wir im Musik-Tempel von freak&friends.

 

Langsam füllte sich der Raum von Besuchern. Viele kannten sich natürlich, denn diese wurden von den einzelnen Bandmitgliedern eingeladen. Meine Leute konnten leider nicht kommen. Marcel zeigte uns hinter der Bühne sogar noch den mit Ledersofas ausgestatteten Backstage-Bereich, wo wir unsere persönlichen Sachen deponieren konnten. Wow, Backstage-Bereich hörte sich cool an und er war es auch. Dort gab es natürlich zu trinken. Ich nützte die kurze Zeit die wir hatten um mich einzusingen und nochmals den einen oder anderen Text durchzugehen. Ja, kurz habe ich schon Zweifel bekommen und durch das wurde ich etwas nervös. Ich hoffte, kein Blackout zu haben. Es gelang mir aber schnell wieder die Nervosität in den Griff zu bekommen. Wir scherzten gemeinsam, um uns etwas abzulenken. Im Teenageralter hätte ich nie gedacht auf einer Bühne vor Leuten singen zu können. Ich war sehr scheu, zwar habe ich im Kindesalter das eine oder andere Mal in Discos den Moonwalk und mehr gemacht (siehe Biographie), aber Singen ist doch noch etwas intimer. Und dann… es ging los, Marcel stellte die Hintergrundmusik ab. Fast automatisch liefen wir auf unsere Positionen. Wie abgesprochen fingen wir gleich ohne Begrüssung mit einem Lied an. Kurzer Blick zu unseren Instrumentalisten und dann legten sie los. Ich blickte in die Zuschauer, um zu sehen wie diese reagierten. Ich fragte mich was sie wohl denken oder was sie wohl erwarten, es schossen mir einige Gedanken durch den Kopf. Doch bald kam unser Einsatz und nach der ersten Zeile waren die Gedanken ruhiger. Man taucht dann ins Fühlen ein. Den Song fühlen und sich diesem Ergeben ist wundervoll. Ich glaub, ich bin auch deswegen entgegen meinen Erwartungen nicht nervös, weil es zu mir auf diese Weise Gefühle auszudrücken passt. Es ist irgendwie natürlich, aber dennoch speziell. Das erste Lied war durch, alles hat geklappt und die Zuschauer applaudierten. „Ein guter Start“, sagte ich mir. Es ging weiter, das zweite, das dritte, dann kam Mirjams Solosong und Cécile und ich gingen von der Bühne. Die drei harmonierten gut. Danach kam auch schon mein Solosong Run Away von Nevio. Bruno und ich hatten diesen noch nicht oft zusammen geübt, doch da er ihm wie mir natürlich sehr gut gefällt, haben wir den Groove schnell gefunden, sodass es passte. In den Proben mochte Bruno den Song etwas schneller spielen als mir lieb war. Aber an diesen Abend, ich weiss nicht warum, spielte er das von mir bevorzugte Tempo. Das Einzige was mir nicht ganz so gut gefiel war, dass mein Mikro etwas leise war, so dass ich ungewohnt mehr Power geben musste. Im Nachhinein erfuhr ich, dass beim Soundcheck von Michael Wespi das eine oder andere wieder verstellt wurde. Nichtsdestotrotz ging auch mein Song sprichwörtlich gut über die Bühne.

Schon stand Cécile da um ihr Solo-Lied zu singen, war cool! Danach machten wir noch den Rest  und Schwupps waren wir auch schon fertig mit unserem Programm. Ich hatte das Gefühl nur wenige Augenblicke auf der Bühne gestanden zu haben. Das Publikum fand unser Auftritt anscheinend OK und ich war mit meiner Leistung auch zufrieden.

 

Die anderen konnten nach einer kurzen Pause wieder auf die Bühne als Mellow. Gerne nahm ich auch die Atmosphäre als Zuschauer wahr. Die Mellow-Lieder habe ich natürlich schon oft in den Proben gehört, so dass ich im Publikum herzhaft mitschwang. Nach dem gelungenen Auftritt von Mellow, war Michael Wespi an der Reihe. Ich habe ihn mal in einer Radiosendung gehört wo er vorgestellt wurde. Mir hatte das damals gefallen und war gespannt wie er live ist. Es war in erster Linie ein sehr schöner Auftritt. Sehr gefühlvoll und authentisch, doch auch spektakulär. Es war eine astreine One-Man Show, denn er spielte mehrere Tonspuren/Instrumente gleichzeitig. Loopen nennt sich das Ganze, habe ich auch schon bei anderen gesehen und er beherrscht das ausgezeichnet! Lohnt sich, Michael zu sehen und nach seinem Auftritt und kurzem Austauschen kaufte ich mir auch die wunderschöne CD.

 

 

Als letzter Act stand Scramble auf dem Programm. Die hatte ich noch nie gehört. Tolle Stimme hat die Evelyne! Auch dieses Konzert lief glatt über die Bühne. Generell waren bei keiner Band irgendwie Patzer drin, alles lief wie geschmiert. Einfach toll dieser Abend, es stimmte einfach alles, Bands, Location und die Zuschauer!

 

Manche Leute gingen bald nach Hause, es war ja auch spät geworden nach 4 Konzerten, manche blieben aber noch solange wir am Aufräumen waren. So ergaben sich hie und da noch Gespräche. Irgendwie stellte sich auch ein gesundes sich müde fühlen ein, so dass wir als Band nicht das Bedürfnis hatten, feiern zu gehen. Und schliesslich musste Cécile noch am selben Tag ihr Kaninchen einschläfern lassen, dann ist ja klar, auch wenn alles noch so schön ist, dass man auch gerne nach Hause geht.

Zuhause angekommen fühlte ich immer noch diese Zufriedenheit in mir. Ich blieb nicht mehr lange wach und ging schon bald schlafen. Auf dieses Erlebnis baue ich gerne auf und freue mich auf die nächsten Auftritte.

 

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Beitrag von Céci: Delight am Bio Marché, Zofingen (20. Juni 2009)

Der Tag begann für mich damit, dass ich statt erst mit dem Klingeln des Weckers erwachte, sondern schon 1.5h vorher in der Wohnung herumtigerte und kein Auge mehr zu machte. Dies lag wohl daran, dass ich mich auf den Tag freute, der vor uns lag: Strassenkonzerte unplugged mit Bruno - meinem Mann - an der Gitarre, Bühnenauftritt auf der Markthallen-Bühne und damit auch dem Abschied von Sandra, unserer Gitarristin! Da ich Sandra ins Herz geschlossen hatte, war dies besonders traurig.

Los ging die Fahrt dann Richtung Mc Donalds, um dort Mirj zu treffen. Dort angekommen befürchteten wir zuerst, dass sie ihr Auto nicht mehr zum Laufen bringen würde, da die Batterie seit einiger Zeit nicht mehr so alles mit machte. Glücklicherweise wurden wir davon jedoch verschont :) und wir kamen gut in der Altstadt an.

Dort trafen wir zuerst auf Tomy, welcher uns engagiert hatte. Erstaunt darüber, dass wir so pünktlich bzw. sogar zu früh schon vor Ort waren, brachten wir ihn gleich ein wenig aus dem Konzept. Schliesslich gelten Musiker ja allgemein als Langschläfer oder Morgenmuffel usw ;-). Wir scheinen die Ausnahme zu sein. Also plauderten wir erst etwas mit Tomy, bevor wir uns dann auf Jonas Drängen hin auf die Strasse begaben um ein paar Ständchen zum Besten zu geben, noch fast bevor die Stände geöffnet hatten.

Wie immer waren diese Auftritte ein voller Erfolg. Es ist zwar anstrengend, in der kühlen Luft ohne Mikrofon sich gegen Lärm auf der Strasse, Gerede der Leute, Musik anderer Darbieter oder ewig läutenden Kirchenglocken durchzusetzen, doch der Anklang bei den Leuten entschädigt einen jedes Mal aufs Neue. Zu sehen, dass Leute wegen unserer Musik vor uns stehen bleiben und den feinen Klängen lauschen, gibt mir immer sehr viel. So verbrachten wir den Tag mit singen, musizieren, umherwandern, essen selbstverständlich und hoffen auf gut bleibendes Wetter. Ah natürlich und mit Ausschau nach einem Bio-Täschli für Jonas. Dieser hatte nämlich nicht viel Anders im Kopf, als uns ständig darauf hinzuweisen, dass er auch ein Handtäschli möchte und dann nicht dauernd den Rucksack mitschleppen müsste. Das kann er gut, unser Jonas... ;-). Schlussendlich wurde er im Interdiscount glaube ich fündig - war also nix mit Bio, aber Hauptsache er hatte sein Täschli und war damit zufriedengestellt. Einige Bekannte und Sänger die wir seit Kurzem kannten besuchten unsere kleinen Auftritte, was uns sehr freute!

Das zur Verfügung gestellte Hotelzimmer zum Umziehen oder Ausruhen wurde auch von anderen Bands benutzt. Die eine Band hatte sich auf dem Boden ausgebreitet, sodass wir uns in eine Ecke quetschten und darauf warteten, bis Mirj sich vorbereitet hatte. Das kann manchmal dauern - aber sie ist ja auch eine Frau ;-). Als dann Sandra eintraf, machten wir uns wieder auf den Weg zur Hauptbühne. Unsere beiden Frauen fingen an herum zu "nervöselen", weil schon bald der Soundcheck an der Reihe war und dies somit hiess, vor all den Leuten acappella etwas zum Besten zu geben. Wie sich dann einmal mehr herausstellte, war dies halb so schlimm, wir ergatterten sogar Applaus für ein nur kurz angespieltes Soundcheck-Lied. Der Auftritt also konnte beginnen!

Rassig starteten wir mit "No rain", Sandras "Nicht-Lieblingssong", den sie jedes Mal jedoch super spielte und mit ihrer Mundharmonika begleitete. Song um Song gaben wir Preis und genossen den ehrlichen Applaus der fremden Leute im Publikum, unseren Freunden, Bekannten und Verwandten!

Tränenreich wurde es nach Mirjs Solo-Song, aus welchem Sandra in einem Dankes-Mail an uns vor wenigen Tagen eine Zeile zitiert hatte: "I wish I knew you, I wish I knew you before". Es geht auch imr so, ich habe dieses gute Jahr mit Sandra an der Gitarre und als Kollegin sehr genossen und sie wird mir fehlen - in der Band wie auch persönlich - nicht zu vergessen ihre zahllosen Mails! Ich danke Dir Sandra, für Dein Engagement, Deine vielen Ideen, Deine Ehrlichkeit, Deinem Mut zum Singen und Dein Humor - einfach für alles was Du mit in die Band gebracht hast und selbstverständlich auch wie Du mich ausserhalb des Bandgeschehens immer wieder zum Lachen gebracht hast. Bleib so wie Du bist! Ich wünsche Dir und Deiner Familie in Italien nur das Beste und hoffe auf ein baldiges Wiedersehen!

So verbrachte ich den restlichen Abend damit, mit meinem Schatz Bruno, Mirjs Familie, Sänger Francesco und Freunden zusammen zu Essen und Sandra zu beschenken, damit sie uns auch ja nicht vergisst :-)

Ein wiederum unvergesslicher Tag!

 

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Beitrag von Jonas: Auftritt in der Burg Hohenklingen (Geburtstag), Stein am Rhein (09. Juni 2009)

Am 09. Juni durften wir am Geburtstag von Sascha spielen. Pünktlich, wie immer ;-) trafen Die Gnädige Frau von Driutti und Herr von Schnider (Schreiberling) auf der Burg Hohenklingen ein. Nach einer erfrischenden Transportaktion der Spielutensilien in die Burg hoch, stellten sich die beiden die Frage, was eigentlich passiert, wenn man zwei völlig chaotische Weiber (ich erlaube mir in die holde Sprache der Herren von Hohenklingen zu wechseln) miteinander auf eine lange Kutschenfahrt schickt?... Genau, sie kommen zu spät! War das z.Z. der Freiherren nicht sonderlich von Bedeutung, könnte man doch meinen, dass es im Jahre 2009 n. Ch. doch möglich sein sollte, pünktlich zu erscheinen.


Auf der Suche nach den Kerkern, um die fehlbaren Untertanen zu bestrafen, traf ich zunächst auf eine Steckdose und konnte mein Glück kaum fassen. Ich hab ihn gefunden, den Lebensnerv zu unserer Musikanlage. Die Folterungsvorbereitungen mussten warten, zunächst musste die Anlage aufgestellt werden. Fräulein von Sibaj und Singnora Lagrotteria gaben sich dann etwas später doch noch die Ehre und erschienen  noch zur rechten Zeit, bevor die Geburtstagsfeier begann.


Im Hof der Kapelle versammelten sich unterdessen die geladenen Gäste, um das Geburtstagskind Sascha, der frohlockend sein vierzigstes Erdendasein genoss. Signora Lagrotteria spielte die Kithara, während die Gnädige Frau von Driutti und Fräulein von Sibaj Ihre goldenen Stimmbänder zum Schwingen brachten. Untermauert wurde das Spiel durch meine Wenigkeit mit Djembe und Cajon; Instrumente, die ich, wenn ich anmerken darf, aus einer der vielen Kreuzzüge gegen Kuba und Westafrika mitgebracht habe. Während dem Spiel wurden wir durch einen Regenguss erfrischt, was uns selbstverständlich nicht daran hinderte mit dem Spielen fortzufahren. Die Gunst der Gäste schien auf Unserer Seite zu sein und nach elf Liedern, nassen Hosen und verspritzten Musikboxen, wurden wir mit Applaus entlassen.


Nach dem trockenreiben sämtlicher Musikinstrumente wurden wir in die Burgschenke eingeladen und konnten Uns für den Heimweg stärken. An dieser Stelle nochmals vielen Dank an Frau Hintermann für das Engagement. Mit vollem Bauch und feuchten Kehlen stiegen wir herab von der Burg Hohenklingen und werden noch Unseren Enkeln davon erzählen.


        

 

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Beitrag von Céci: Delight / Mellow Auftritte, Kulturkeller Sulgen & CupHub Arbon (09. Mai 2009)

Zum Ersten waren wir als Eröffnungsband bei René im Kulturkeller Sulgen auf der Bühne. René, der Inhaber, feierte seinen 30. Geburtstag, weshalb wir während dem Apéro vor aufmerksamen Publikum unser Repertoire - eigentlich als Akustikband Mellow - zum Besten gaben. Leider war unsere Delight-Gitarristin Sandra krankheitshalber abwesend, deshalb der spontane "Band-Tausch"! Nach uns spielte eine tolle 50's Rock'n'Roll-Band und die Rockband Prakesh. Miterleben konnten wir diese leider nicht mehr, da wir bereits spät dran waren um zum zweiten Auftritt an diesem Abend zu gelangen!

Angekommen im CupHub in Arbon und wie immer herzlich begrüsst von Beni und Lydia, welche uns zum zweiten Mal eingeladen hatten, machten wir uns an den Aufbau und Soundcheck - bzw. die Andern bauten auf und ich stand mit meinem kaputten Arm etwas unbeholfen in der Gegend rum ;-). Danach ging's - wie könnte es auch anders sein - natürlich essen! Beinahe bald unser Stammlokal war die Pizzeria um die Ecke. Ich musste dauernd Brunos Ellbogen ausweichen, weil er mit dem Messer und der Pizza schneiden kämpfe, Mirj kleckerte beim ersten Bissen bereits aufs Tischtuch (nicht dass dies bei ihr was Aussergewöhnliches wäre - sorry Mirj! ;-) und Jonas machte beim Vorspeise-Häppchen essen auch nicht die beste Gattung. Nun ja, so ist das halt mit Delight bzw. Mellow während dem Essen!

Retour im CupHub entdeckte Mirj uns bekannte Gäste, die bereits bei unserem letzten Auftritt in Arbon mit dabei waren. Die Leute klatschten und forderten uns zu Zugaben auf. Die Akustik war toll, wenn auch etwas verhallt. Der Auftritt hatte Spass bereitet und wir hoffen, bald wieder in Arbon vor begeisterungsfähigem Publikum spielen zu dürfen! 

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Beitrag von Céci: Delight / Mellow Auftritt, 1. Music Day im Musik-Treff, Ursenbach (19. April 2009)

Zum zweiten Mal durften wir bei Res, welcher uns eingeladen hatte, auftreten! Dieses Mal jedoch in Ursenbach im neuen Musik-Treff! Es wurde ein Musiktag veranstaltet, an welchem sechs verschiedene Bands aus unterschiedlichen Musiksparten auftraten. Als vierte Band standen wir zu viert, leider ohne Jonas am Percussion, dafür mit Bruno von Mellow, auf der Bühne!

Es war mein erster Auftritt nach meinem Reitunfall vom 06. April 2009. Ich hatte andauernd Angst, dass mich jemand anrempelt und mir an den verletzten Ellbogen schlägt. Ich war beim Aufbau deshalb eigentlich auch nur Zuschauer und liess die Andern für mich arbeiten ;-). Ich kam mir total verkrampft, unbeholfen und eingegipst vor, was wohl am eingegipsten Arm lag ;-).

Der Auftritt verlief dann jedoch sehr gut und wir kamen - wie ich fand - ausserordentlich gut an bei dem gemischten und doch zahlreichen Publikum! Es wurde mitgeklatscht und mitgewippt... was will man als Band mehr?

Das halbstündige Konzert verging im Fluge und schon huschten wir in Windeseile von der Bühne, um der nächsten Band Platz zu machen.

Das Lustigste an diesem Tag war, dass ich Sandra helfen wollte, ihr Effektgerät in ihre Schutzhülle (ein Plastiksack) einzupacken, weshalb ich das Gerät in die gesunde Hand nahm und dachte, dass Sandra dann die Hülle aufhält damit ich es reinfallen lassen kann. Aber die liebe Sandra streckte mir einfach den Sack entgegen, als ob ich mit dem eingegipsten Arm diesen hätte in die Hände nehmen, geschweige denn das Gerät einpacken können... ;-)

Das Überraschendste war, dass meine ehemalige Oberstiftin (da waren wir noch jung ;-) mit ihrem Freund da war, um uns live zu erleben!!

Das Traurigste war natürlich, dass unser Gigu, also unser Percussionist Jonas, leider nicht mit von Partie war ;-)

Das Tollste war, dass Mirjs Stimme den Auftritt gut mitmachte!!

Und das Schönste war, dass ich daheim todmüde und mit einem lahmen Arm ins Bett fallen konnte :)

 

 

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Beitrag von Céci: Delight / Mellow Auftritt, Chez Soif Musikkeller, Basel (08. März 2009)

Am 08. März 2009 hatten wir unsere Premiere im Kanton Basel: Der erste Auftritt im Kanton Basel fand im Chez Soif Musikkeller statt.

Etwas vor 18Uhr traf eine gestresste Mirj nach kurzer Irrfahrt bei uns zuhause ein, wo sie sich kurzum noch schminken und umziehen musste. Sie kam direkt von der Arbeit zu uns und war deshalb nicht wirklich relaxt. Bevor es mit mir und Bruno dann auf nach Basel ging, luden wir das Auto um, damit Mirj mit uns fahren konnte. So machten wir uns auf den Weg, um in Gunzgen Sandra und Jonas anzutreffen, welche uns bis nach Basel nachfahren würden. Erstaunlicherweise hat trotz Schneefall, Stau und deshalb Verspätung unsererseits die Anfahrt gut geklappt. Dies hielt Bruno jedoch nicht davon ab, wie üblich über andere Autofahrer zu fluchen, sich über Tram-Schienen auf unserer Spur aufzuregen und über fehlende Parkplätze zu wettern ;-). In Basel dann hielten wir vor einem Gebäude mit der Hausnummer 7. Ich war etwas erstaunt, da überhaupt nichts darauf deutete, dass dort ein Konzert stattfinden würde. Es war ein normaler Reihen-Wohnblock. Jonas und Sandra fiel dann aber auf, dass es die Nummer 107 sein sollte. So ging die Fahrt wieder retour (zu Brunos "Freude" wiederum über die tollen Tram-Strassen). Was wir bei Nummer 107 antrafen, unterschied sich jedoch nicht gross von der Nummer 7. Kein Schild wies auf ein Konzert-Keller hin, doch die Namen an der Klingel kamen mir - vom Hin-und Her-Mailen mit den Veranstaltern - bekannt vor. Tatsächlich waren wir am richtigen Ort angelangt, luden unsere Sachen aus und wurden in den Keller geführt: Ein toller Raum, steinerne Wände, eine Bühne, eine tolle Atmosphäre.

Herzlich und freundlich wurden wir von Irène, Robi, Kathrina und Jonas "aufgenommen", sogar zum Essen eingeladen, was bei unserer verfressenen Band selbstverständlich gut ankam...!

Satt und erwartungsvoll starteten wir dann unser Konzert, vor einem kleinen, aber sehr interessierten Publikum! Bruno und Sandra wechselten sich an der GItarre ab, da wir mit Delight und Mellow vor Ort waren. Jonas gab mit Djembe und Cajon den Takt an und Mirj schlug sich trotz noch anhaltender Kehlkopf-Schmerzen tapfer durchs Konzert.

Ausser Stammgästen vom Chez Soif fanden sich auch noch Leute vom Veranstaltungsportal Ron Orp's ein, die so einen kurzen Einblick in unsere Musik erhaschten. Für Sara, eine junge Frau, welche Mellow für ihre Hochzeit im Sommer engagiert hatte, widmeten wir kurzentschlossen den eigenen Song "I'd carry you", welcher zwar nicht auf der Setliste stand, Sara aber soooo schön fand.

Eifrig wurde mitgeklatscht, im Takt gewippt und aufmerksam unseren Klängen gelauscht. Ein schöner Abend mit tollen Zuschauern, Veranstaltern und Erinnerungen ging gegen Mitternacht zu Ende.  

Gerne spielen wir wieder einmal bei den begeisterungsfähigen Baslern! 

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Beitrag von Mirjam: Delight / Mellow Auftritt, Restaurant Rössli, Bischofszell (28. Feb. 2009)

Wie üblich ging schon am Abend zuvor die Planung los, wer mit wem fährt und wann wir uns wo treffen. Selbstverständlich war diese nicht schon am gleichen Abend abgeschlossen für Jonas und Mirj. Also gings am Samstag Morgen weiter mit Abmachen. Als die beiden dann in Céci's Mails lasen, dass der Treffzeitpunkt in Bischofszell um 15.30Uhr und nicht eine Stunde später war, entschieden sie sich, bei Mirj um 13.30Uhr abzufahren. Man muss vielleicht dazu sagen, dass Jonas und Mirj manchmal etwas "spontan" sind und sich erst am Tag des Geschehens darum kümmern, wann sie wie und mit wem wohin kommen...! Aber bisher lief komischerweise immer alles glatt!

Angekommen in Bischofszell, traf sich die Band und Gastgitarrist Bruno mit Anita - einer supertalentierten Bassistin, die Céci aus "früheren Zeiten" kennt im Proberaum der Thurgauerin. Delight hatte an diesem Abend das Vergnügen, mit Anita als Verstärkung das Rössli zu rocken. ;-) Sie hat extra für den Auftritt mit uns einige unserer Songs geübt und nun war eine Generalprobe (die einzige) angesagt. Schnell zeigte sich, dass Anita die Musik im Blut hat und die Vorfreude auf den Auftritt am Abend stieg von Song zu Song. Durch die lange Autofahrt war es Sandra etwas übel geworden, doch dies legte sich zum Glück nach kurzer Zeit wieder, sodass sie sich fit für den Abend fühlte.

Nach der Probe luden wir das Equipment aus ihrem Bandraum in einen alten Bus und fuhren, zusammen mit dem Freund der Bassistin ins Rössli, wo wir nett empfangen wurden. Mäsi und Anita nahmen die Zügel in die Hand und bauten gemütlich, aber mit System die ganze Anlage fast alleine auf. Sehr zur Freude der Delight-Mädels, die für einmal nur zuschauen und sich ausruhen durften. Nach dem lääängsten Soundcheck aller Zeiten, gabs dann endlich....na...??? Was wohl?? ESSEN!!!! Der verfressenen Band wurden Salat und Spaghetti aufgetischt und es wurde, wie immer, genüsslich und viel geschlemmt. Der Aufwand für den ausgedehnten Soundcheck lohnte sich allemal. Mäsi mischte uns mit viel Feingefühl und einigen Überraschungseffekten ab, sodass wir uns auf der "Bühne" wohlfühlten.

Der Auftritt war der Hammer. Mit Anita am Bass war die Stimmung bombastisch. Einige ihrer "Fans" kamen natürlich auch und das Lokal war fast voll. Wir spielten 2Sets à je ca. 3/4Stunden. Aufgrund der vielen Musiker in der Band, war die Bewegungsfreiheit sehr eingeschränkt. Wir standen fast Körper an Körper nebeneinander. Kalt wurde uns daher nicht! Mirj hatte einige Bedenken wegen ihrer Kehlkopfentzündung und sang trotz Abraten ihres Arztes und Schmerzen den ganzen Abend durch. Die Thurgauer bringen jedesmal eine ganz besondere Stimmung hin, die in keinem anderen Kanton, indem wir bisher aufgetreten sind, wiederzufinden ist. Deshalb freuen wir uns auch sehr, am 9.Mai wieder in Arbon spielen zu dürfen! Vielleicht sieht man da ein paar "bekannte" Gesichter...!

Etwa um Mitternacht beendete die Musiktruppe ihren Gig, räumte die Anlage wieder in den Bus und fuhr nach Hause durch die Nacht.

Wieder ein wunderschöner Abend mit toller Stimmung, fröhlichen, netten Menschen geht in die Geschichte der Delighters ein. Vielen Dank an alle Beteiligten und das tolle Thurgauer Publikum! Bis bald! 

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Beitrag von Sandra: Delight / Mellow Auftritt, Insieme Thun (14. Feb. 2009)

Nach einer etwas längeren Konzert-Pause hatten wir heute einen Auftritt in Thun.

Als ich heute Morgen aufstand, hatte es überraschend viel Schnee auf der Strasse, und es hörte einfach nicht auf zu schneien. Ich überlegte mir, wie ich als unerfahrene Autolenkerin, auf den schneebedeckten Strassen heil nach Thun fahren könnte. Nach langem hin- und her Mailen war‘s klar. Ich fuhr zu Jonas, um dann mit ihm über den Schallenberg nach Thun zu fahren.

Heil angekommen (jedoch mit etwas Brechreiz, infolge der vielen Schallenberg-Kurven) bereiteten wir uns für den Auftritt vor.

Die Stimmung im Raum war gut, das Publikum interessiert und wir hatten Spass. Wir klangen harmonisch und waren gut eingestimmt, obwohl sich Jonas erst gerade von einer Grippe erholt hatte, Mirj noch etwas Halsschmerzen hatte, und ich an meiner linken Hand immer noch ein wenig Schmerzen hatte.

Ich bin nach dem Konzert mit einem guten Gefühl nach Hause gefahren – diesmal waren die Schallenberg-Kurven mit Schnee bedeckt, aber wir haben‘s überstanden ;-)! Danke fürs Fahren, Jonas :-).

 

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Beitrag von Céci: Delight Band-Nachmittag (07. Dez. 2008)

 

Am 7. Dezember 2008 haben wir uns zu einem Band-Nachmittag getroffen.

 

Treffpunkt: Jonas Zuhause im Entlebuch, wie sich herausstellte sozusagen am Ende der Welt....

Ich wusste zwar, dass Jonas irgendwo in der Pampa wohnt, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen, aber dass das so am Ende der Zivilisation ist?? ;-)

Der Stau unterwegs wegen einem Christchindli-Märt machte den Weg irgendwie auch nicht kürzer. Auf jeden Fall, endlich die Ortschaft erreicht, hiess es, das Auto über ein kriminell enges Brücklein zu kriegen und im dort noch liegenden Schnee sinnvoll zu parkieren. Nun ja, aus dem sinnvoll wurde nix, aber parkiert war das Auto wenigstens. Ich komme später darauf zurück!

 

Kaum eingetroffen, sollte unser Essen zubereitet werden. Ich dachte, mit Pizza kann man nichts falsch machen, wir haben ja eine Italienerin in der Band :-) und das Ganze ist schnell und einfach zubereitet. Da wusste ich jedoch nicht, dass unsere zwei Ladies ein solches Geköche veranstalten würden und wurde eines Besseren belehrt.

Jonas wurde erstmal gestresst, indem Sandra von ihm Messbecher, Waage, verschiedenes Zubehör und Besteck verlangte. Dass Jonas in der Küche nicht wirklich daheim ist, war spätestens dann klar, als er alle Schränke öffnen musste um diese Dinge zu finden ;-).

Sandra zauberte einen schönen Teig - so gut dies mit der aus weiss nicht welchem Jahrhundert alten Waage möglich war - auch wenn der Behälter zum Kneten eher zu klein war. Anlass genug, dass Mirj vom Teig stibitzen musste... war sie mal nicht am Teig klauen, Sauce probieren oder mit Sandra am debattieren, half sie Jonas Katze, sich auf seinem Bett in seinem Pulli einzukuscheln, was Jonas nicht sehr gerne sah. Kurzerhand verpflanzte er dann jeweils sein Haustier schonungslos wieder auf den Katzenbaum. Was - wie Ihr Euch denken könnt - Mirj jedoch nicht davon abhielt, dasselbe Spiel von vorne zu beginnen, nicht wahr!

 

Dann ging‘s nicht etwa los mit Pizza belegen: Denn Champignons wurden nicht einfach auf die Pizza geschmissen, nein, sie durften zuerst in der Bratpfanne - mit Zwiebeln und Knoblauch - schmoren und wurden mit Wein abgelöscht. Tomatenpuree wurde mit gehackten Tomaten vermischt und - wie könnte es auch anders sein - Zwiebeln und Knoblauch darunter gegeben. Sandra salzte zünftig und fand es dennoch nicht genug salzig. Auf Mirjs Einwand hin dann liess sie es aber bleiben, weiterhin Salz reinzuschütten ;-)

Wenigstens durfte der Mozzarella so auf die Pizza, wie er aus dem Päckli kam, ausser dass Jonas die Finger davon nicht lassen konnte, ihn zu "probieren". Was sind wir doch für eine verfressene Band!

 

Nachdem der Teig dann eine Stunde ruhen durfte, wurde er eeeendlich aufs Blech befördert und mit der heiligen Tomatensauce bestrichen. Mirjs schöner, aber nicht sehr praktischer Pulli musste ich aus der Pizza raus halten, weil die Fäden daran vermutlich sonst auch mitgebacken worden wären.

Von jedem selber belegt und von Jonas mit seinen super "Handschuhen" in den Ofen geschoben, ging's dann endlich los. Man bedenke: wir machten zwei grosse Blech für vier Personen!

 

Während die Pizza also sich langsam in eine Pizza verwandelte, machten wir es uns im Wohnzimmer gemütlich und hörten uns Songvorschläge an, über welche dann demokratisch abgestimmt wurde. Am Ende des Abends hatten wir vier neue Songs, welche in Angriff genommen werden. Was für welche wird an dieser Stelle selbstverständlich noch nicht verraten!

Endlich war dann Essen angesagt! Natürlich war die Pizza hervorragend, nur einfach viel zuviel!! Mirj schabte sich genüsslich nur noch den Belag von der restlichen Pizza auf ihrem Teller, sodass der Teig einfach noch übrig blieb, was einen sehr appetitlichen Anschein machte.

Vollgefressen nahmen wir wiederum in der Stube Platz um uns die restlichen Songvorschläge anzuhören und danach zum Dessert den von mir mitgebrachten Lebkuchen - der leider auch viel zuviel war - zu vertilgen.

 

Zu guter Letzt dann nahmen wir uns noch die Songübersetzungen unserer Songs vor, die Mirj uns auf Mundart vortrug. Viel gescheiter als vor der Übersetzung sind wir bei mehreren Songs jedoch nun auch nicht ;-) Und irgendwie kamen wir immer wieder vom eigentlichen Thema ab...

 

Dann hiess es Abschied nehmen. Sandra bat Jonas, ihr Auto über die kriminelle Brücke zu bugsieren, ich wollte versuchen aus meinem super Parkplatz zu kommen.

Mit vereinten Kräften wollten Sandra und Mirj mich rauslotsen, was aber nicht möglich war, da ich sonst Mirjs Auto mit meinem hätte wegstossen müssen. Also musste ich rückwärts fahren, um mit Hilfe eines leeren Parkplatzes wenden und dann vorwärts über die super Brücke fahren zu können. Nach x Mal hin und her fahren, kuppeln, bremsen, bangen, Gas geben, kopfschütteln, Hände verrühren und herauswinken brachte ich mein Auto dann doch noch aus dem Parkplatz, über die Brücke und auf die Strasse! Welch Wunder!

Mit Hilfe von Navi und Volllicht fanden Sandra und ich dann den Weg wieder retour in die Zivilisation.

 

Die Reise ins tiefste Entlebuch war aufschlussreich und interessant:

1. Ich dachte immer, mein früherer Wohnort Reinach sei am A... der Welt, weil man egal in welche Richtung man fährt, zuerst knapp 30 Minuten ins Auto sitzen muss, bis man endlich zu einer Autobahneinfahrt gelangt. Aber damals war ich noch nie bei Jonas zuhause, ich hab meine Meinung geändert.

2. Ich will wohl doch nie so abseits wohnen, schon gar nicht mit einer Brücke vor dem Haus!!

3. Ich werde mich hüten, jemals nüchtern an einen Bandnachmittag zu gehen: man weiss nie, wie lange die Fahrt dahin dauert und bis Mirj und Sandra den Kochlöffel gerührt haben, wäre man sonst verhungert ;-) Aber gut gekocht haben die Beiden ja schon!

4. Hab ich mein Knoblauch und Zwiebel-Bedarf für dieses und nächstes Jahr gedeckt ;-)

5. Danke Jonas, dass Du unser Gastgeber warst!

6. Hab ich noch eine Bitte an Jonas: Sollten wir uns wieder mal bei ihm treffen, ist dann hoffentlich die Brücke ausgebaut und ein Wendeplatz vor Ort! Sehr liebenswürdig, dankeschön!

 

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Beitrag von Jonas: Auftritt in Lisa's golden Oldies Bar, Oberhasli (05. Dez. 2008)

Liebes Tagebuch, ich bin’s mal wieder, „de GiGu mit de Trummele“.

 

Nach einem erstaunlich reibungslosen Anfahrtsweg sind wir so gegen 19:30 Uhr in Oberhasli (ZH) angekommen. Idyllisch, ruhig und ein klein wenig vernachlässigt wartete das Dörflein auf die Delight/Mellow-Truppe. Die Hoffnung auf ein Empfangskomitee wurde aber bereits beim ersten Kreisel im Dorf (mein Pfannenuntersetzer ist grösser) beträchtlich geschmälert.

Lisa’s golden Oldies Bar fand sich dann doch relativ einfach im Keller vom Restaurant Traube.

Mit viel Liebe zum Detail ist diese Bar eingerichtet und lädt nach einigen Augenblicken zum weiteren Verbleiben ein. Man spürt hier die „Lisa“. Einzig die Bodendekoration  war etwas gewöhnungsbedürftig, stellte sich dann aber beim weiteren Verzehr von den knackigen Dingern, als unheimlich „befreiend“ heraus.

 

Nach einem liebevoll zubereiteten Chili Concarne, spielten wir das erste Set vor einem interessierten Publikum. Die Anzahl der Gäste liess darauf schliessen, dass im Dorf Oberhasli noch irgendwo eine riesen Party am Laufen sein musste. Na ja, irgendwann lernen dann die Oberhasler sicher die angenehme Atmosphäre bei Lisa zu schätzen. Wir waren jedenfalls mit vollem Einsatz bei der Sache und freuten uns umso mehr, als so gegen halb eins noch der harte Kern der Oberhasler sich bei Lisa eingefunden hatte.

 

Zwei Dinge hab ich an diesem Abend mit nach Hause genommen. Wir müssen wieder lernen die Philosophie von Menschen zu schätzen und verstehen, welche etwas bewegen wollen. Und: spanische Nüsse auf einem Teppichboden sind gar nicht so übel ;-)

 

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Beitrag von Céci & Sandra: Auftritt in der Rehaklinik AarReha Schinznach (18. Nov. 2008)

 

Nachdem wir in Schinznach die Anlage und die Musikinstrumente aufgestellt hatten, verteilte uns Céci die 4 Krawatten. Ein Gast, der uns beobachtete, machte uns drauf aufmerksam, dass unsere Krawattenknöpfe nicht korrekt gebunden sind. Er machte uns allen einen neuen Knopf. Vielen Dank Herr „sowieso“!

 

An diesem Abend hatten wir einige Premieren vorgeführt: Ein Instrumental Stück mit Blues-Harp (Jonas) und Gitarre (Sandra), Oh me, Foolish games, Hey Jude, Instrumental mit Gitarre (Sandra) und Perkussion (Jonas), Boat on the river, Helplessly hoping haben wir zum ersten Mal zweistimmig gesungen (und zum ersten Mal mit Sandra live), Mr. Rock’n’roll.

Wir waren (glauben wir) alle etwas neugierig, ob die Songs ebenfalls so gut klappten wie bei der Hauptprobe… Zu unserer Erleichterung verlief alles reibungslos und die Songs kamen gut an :-)

 

Als Ausklang des Abends verbrachte Delight ein paar gemeinsame, „gemütliche Stunden“ in einem Restaurant.

 

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Beitrag von Jonas: Auftritt in der Rehaklinik AarReha Schinznach (18. Nov. 2008)

 

Liebes Tagebuch, ich hoffe Du hast nichts dagegen, dass ich Dich immer so anrede, aber ich hab Dich nun mal gern ;-)

Wie immer war ich erfreut   (dass wir mit Delight einen Auftritt machen)

Wie immer war ich nervös   (dass der Anfahrtsweg der verplante Horror wird)

Wie immer war ich genervt   (über Autofahrer die meinen sie könnten autofahren)

Wie immer war ich ganz Ohr   (für Mirj's ausführliche Autofahrgespräche)

Wie immer war ich gespannt   (auf den Auftrittsort und die Räumlichkeiten)

Wie immer war ich vorbereitet   (auf die Krawattenverteilung von Céci)

Wir immer war ich glücklich   (über die zufriedenen Zuhörer)

Wie immer war ich erleichtert   (nach dem Auftritt)

Wie immer war ich alleine    (mit der Meinung, zuerst eine Zigi zu rauchen, dann aufzuräumen)

Wie immer war ich stolz   (dass ich mit Sandra, Mirj und Céci Musik machen darf)

Wie immer war ich überzeugt   (dass ich den Nachhauseweg wieder finde)

Wie immer war ich entsetzt   (über das Radioprogramm morgens um zwei)

Fazit: Delight ist besser als das Radioprogramm morgens um zwei!

 

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Beitrag von Jonas: Auftritt in Sulgen (7. Nov. 2008)

 

Liebes Tagebuch! Erst mal möchte ich dir Danken, dass es dich gibt. Du schluckst einfach alles ohne zu meckern.

 

Manchmal sind bei uns die Auftritte weniger spektakulär als der Anfahrtsweg. So gesehen am Freitag 7. November – jedenfalls aus meiner Sicht der Dinge. Dabei sind wir nach diesem Bericht noch keinen Meter weit gefahren, aber lest selber.

 

Nach mindestens 20 E-Mail Nachrichten und fünf Telefonaten war der Plan relativ einfach. Treffpunkt mit Céci und Bruno in Lenzburg. Aber mal ganz langsam von vorne. Ich ging davon aus, dass ich kein Auto habe am besagten Freitag. Also machte ich mit Sandra mal so provisorisch ab, dass sie mich am Bahnhof Ebikon abholen kann. Dazwischen war aber noch ein erlösendes Telefonat mit dem Schlagzeugshop Glanzmann. Mein Djembe war endlich fertig bespannt und am Freitag abholbereit! Juhuuuuu...... hat auch lange genug gedauert!

Das Djembe, das ich dann am Auftritt im Kulturkeller genau EINMAL! gespielt habe, musste ich natürlich UNBEDINGT noch am Freitag abholen. In Ordnung, kein Problem. Ich schrieb Sandra eine Nachricht ob wir etwas früher gehen könnten, aber halt, ich war ja mit dem Zug unterwegs, scheisse! Dann muss ich ja eine Stunde früher nach Luzern! Und Sandra muss auch noch früher aus dem Haus.

Ganz ruhig, jetzt bloss keine Panik, ich komm schon noch zu meinem Djembe, dachte ich und schon hatte ich ein anderes Problem. Wie komme ich eigentlich in der Nacht wieder nach Hause - so morgens um drei Uhr? Mit dem Zug? Ja, morgens um sechs fährt wieder einer!

Ganz ruhig, jetzt bloss keine Panik, irgendwie geht das schon. Telefon-Mirj-Anfrage. „Klar, kein Problem“ sagte Mirj, „ich stell dich einfach nach dem Auftritt nach Hause“. (Nochmals vielen Dank für Dein Angebot Mirj). Die spinnt, weiss die eigentlich, dass ich im Entlebuch (LU) wohne? Aber gut zu wissen, dass man Freunde hat, die auch mal was Verrücktes für einen machen. Nun war ich also gewissermassen dermassen gewissensüberlastet mit Gedanken an die Personen die meinetwegen früher gehen oder später nach Hause konnten, dass ich nicht mehr ruhig schlafen konnte.

Ganz ruhig, jetzt bloss keine Panik, irgendwie geht das. Am nächsten Morgen frag ich meine Frau wie das mit dem Wagen nun sei am Freitag. Dann meinte Sie ganz locker:“ Ganz ruhig Schatz, jetzt bloss keine Panik, du kannst den Wagen am Freitagnachmittag haben.“ Danke mein Schatz!

 

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Beitrag von Sandra: Auftritt in Sulgen (7. Nov. 2008)

Vor unserem Auftritt in Sulgen spielte zuerst die Acoustic-Band Pure. Um 22:30 fingen wir mit unserem Programm an:

 

Delight

-   Side

-   No Rain

-   Sincerely yours

-   Black horse

-   Me & Bobby McGee

-   Proud mary

 

Mellow

-   Proud mary

-   Rock’n roll stole my soul

-   Medley Sugar daddy

 

Delight & Mellow

-   Ma non ho più la mia città

-   Instrumental Impro

 

Mellow

-   If you gotta do

-   Somewhere over the rainbow

-   Look up my file

-   Pretty woman

 

Delight & Mellow

-   Freaking dollar

-   Hotel California

 

Die Stimmung war sehr ruhig und die Gäste hörten uns aufmerksam zu. Wir hatten noch eine Premiere und zwar den Song Me and Bobby McGee. Dieser verlief ziemlich reibungslos (obwohl man vermutlich noch unsere „Erstaufführungs-Nervosität“ spürte).

Wir führten noch ein paar „alte Songs“ auf, die wir neustens etwas anders arrangiert haben:

- No Rain

- Sincerely Yours

- Black horse

 

Diesmal hatte Sandra das Gitarrenkabel zwar dabei, vergass es aber bei einem Song einzustecken ;-)

Danke an René für die tolle Auftritts-Gelegenheit!